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Ak(T)zeptiert
Zwei Schlampen frech und furchtlos
gegen Jugendwahn und Schönheitsdiktat
in Aktbildern und Texten
Ilona Weinberger/Petra Arendt
Kart.; 69 S. mit Fotos,
ISBN 978-3-938580-12-7 / € 7,90 (D)
Restauflage nur über den Verlag versandkostenfrei bestell-info
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Frauen-Körper haben ein Verfallsdatum. Mit Überschreiten der 40 verlieren sie ihren Anspruch, als sexuell attraktiv wahrgenommen zu werden. Denn begehrens- und zeigenswert sind sie nur im vorreifen Zustand.
Gegen dieses Diktat haben Ilona Weinberger und Petra Arendt den eigenen Körper frech und furchtlos fotografisch ins Bild gesetzt und dabei auch bisher ungesehene Brüche in ihrer Lebensgeschichte aufgedeckt.
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ILONA
Das traf mich unendlich hart. Ich versuchte Frank zu überreden, seinen Entschluss rückgängig zu machen, noch einmal zu überdenken. Aber er blieb dabei. Er zog aus. Denn die Hoffnung, dass ich vielleicht doch irgendwann wieder »die Alte« werden könnte, musste er mittlerweile begraben. In dieser Hinsicht war zu seinem großen Bedauern nichts mehr zu machen. Mit »der Neuen« konnte er so gar nichts mehr anfangen, schon gar nicht auf sexuellem Gebiet. Frank wusste: Nie mehr wieder hätte ich mich prostituiert.
So trennten wir uns von Tisch und Bett.
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PETRA
Todesangst überfiel mich. Ich musste weg, sonst würde mich das Leben hier auffressen. Ich rief Ralf an, sagte: »Ich bin ausgezogen und alles, was du mir jetzt noch sagst, erreicht mich nicht mehr.«
Wir lebten ein Leben nach dem Vorbild unserer Eltern. Montags freitags arbeiten, abends fernsehen (Bierpulle und Süßigkeiten), samstags einkaufen, Haus putzen und Freunde treffen. Sonntags ausspannen, was hieß, den ganzen Tag ungewaschen in Schlabberklamotten rumhängen und sich langweilen. Eben das, was ich glaubte, das alle taten. Ich lebte mit meinem Helden in einer Scheinzufriedenheit.
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PETRA
Es war herrlich, begehrt zu werden und die eigene Anziehungskraft auf Männer zu spüren. Meine Dominanz und ihre Abhängigkeit von meinem Wohlwollen gefielen mir. Auf einmal standen sie Schlange! Heute mit Klaus Eis essen, morgen mit Jürgen ins Kino, übermorgen mit Wolfgang eine Motorradfahrt! So umworben ließ es sich leben!
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ILONA
Aus Gründen der Zeitersparnis beschlossen wir, uns jeweils mit zwei Männern gleichzeitig zu treffen zusammen natürlich, versteht sich. Alleine waren wir zu feige.
Wir verteilten die Treffpunkte wie folgt: Karstadt-Haupteingang, Nebeneingang 1, Nebeneingang 2, Hintereingang. Wir hatten uns an einem Freitag für 20 Uhr (erste Staffel) und 20.30 Uhr (zweite Staffel) verabredet. Mit den Herren der ersten Staffel wollten wir zunächst ein kurzes Gespräch führen. Und wenn wir uns sympathisch waren, dann einen nächsten Termin ausmachen. Sollten sich die beiden als Flop herausstellen, würden wir uns mit einer Ausrede verabschieden. Auf jeden Fall musste um 20.30 Uhr geräumt sein für die Staffel Nr. 2.
Bei Karstadt angekommen, verließ uns schlagartig das bisschen Mut. Die zwei Männer der ersten Staffel standen schon pünktlich und ordentlich an ihren Plätzen. Von Weitem sahen sie recht nett aus. Jetzt hieß es nur noch hingehen und sie ansprechen. Petra und ich sahen uns an: »Gehst du zuerst?«, sagten wir beide gleichzeitig. Ich schüttelte den Kopf: »Nein, geh du zuerst!« Daraufhin Petra: »Da muss ich mir aber vorher noch ein bisschen Mut zusprechen. Lass uns doch noch einmal um den Häuserblock herumgehen.«
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