... in Texten und Bildern
gegen
Krieg, Gewalt und Rassismus


Gepanzerte Demokratie


Die Todesstrafe abgeschafft,
des Menschen Würde unantastbar,
das Grundgesetzt hat Recht vermacht,
durchdachte Staatsmorde unfassbar.
‘Nen Schritt zur Menschlichkeit gemacht.

Doch warum wird nicht abgerüstet?
Nie stirbt der Drang, der nach Blut dürstet.
Die Hoffnung protestiert entrüstet.
Wie lange soll der Mensch sich grämen?
Sich für sein Steinzeitlaster schämen?
Lasten tragen, die ihn lähmen?

Solang der Frieden Krieg entfacht,
weil Menschen Machenschaften schmieden,
wird Frieden bloß dahingerafft,
durch Mord und Terrormacht vermieden.
Denn wer mit Waffen Frieden schafft,
der schafft nur Leid und keinen Frieden.

"Kein Krieg kann je gewonnen werden!" - (Konstantin Wecker)

Tanja Kromm

Heimfocus Magazin Stimme für Menschen

von Flüchtlingen für Flüchtlinge, ihre Unterstützer und alle Interessierten
Hrsg.: Eva Peteler c/o Ausländer- und Intergrationsbeirat der Stadt Würzburg


Als ebook kostenloses download (PDF)

Alltagsimpressionen aus einer Gemeinschaftsunterkunft

Das Leben in einer Gemeinschaftsunterkunft steckt voller Widrigkeiten und Herausforderungen, die von den Bewohnern täglich neu gestemmt werden müssen: unverzagt mit Phantasie, Humor und viel Improvisationsgeschick.
download (PDF)


"Mein Leben ist ein Wechselbad.
Untergang und Auferstehung.
Erfolgreich im Iran, ohne kreative Freiheit.
Neuanfang in Deutschland, ohne Kompromisse.
Kunst braucht Freiheit."     


Maneis Arbab     

Maneis Arbab, Jahrgang 1960, war in seiner Heimat Iran ein viel beachteter Künstler und mehrfach ausgezeichneter Kinderbuchillustrator, der durch die zunehmenden Repressalien des iranischen Regimes gezwungen war, (2009) sein Land fluchtartig zu verlassen und in Deutschland Schutz zu suchen. Maneis Arbab ist in der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg untergekommen und kämpft hier trotz schlechter Lebensbedingungen unbeirrt mit künstlerischen Mitteln für seine Vision von einer freien und menschenwürdigen Welt.

mehr Karikaturen von Maneis Arbab http://maneis-maneis.blogspot.de und http://maneiskarikatur.blogspot.de

Wacht auf!

Politik fragt nur dananch, wie es der Wirtschaft geht, und nicht, wie es den Menschen in dieser Wirtschaft geht, weil sie immer noch glauben, wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch den Menschen gut ... Aber das stimmt schon seit 40 Jahren nicht mehr!

Reinhard S.

Mitmachen Unterschriftensammlung .ausgestrahlt

Derzeit arbeiten Dutzende Freiwillige am Wortprotokoll der dritten Sitzung der Atommüll-Kommission. In Zukunft wird die Kommission selbst Wortprotokolle erstellen lassen – ein kleiner Erfolg der Arbeit „ausgestrahlt“. Die Wortprotokolle der ersten beiden (und bald auch der dritten Sitzung) finden sich hier: https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/atom-muell/kommission/wortprotokolle

Vorab ein Bericht von der dritten Sitzung der Atommüll-Kommission von Jochen Stay
und dem .ausgestrahlt-Team: http://www.blogs.ausgestrahlt.de/


Vergesst Bradley Manning nicht!

Der US-amerikanische Soldat Bradley Manning, der durch die Weitergabe von Dokumenten an Wikileaks Kriegsverbrechen im Irak öffentlich machte, ist wegen Geheimnisverrat an den “Feind” angeklagt.

We stand with Bradley Manning - statements to sign- eine Kampagne von Worldcantwait.net
Free Bradley Manning! Hintergründe und Fakten auf AntiWar.com


Gegen die Logik des kurzen Gedächtnisses



Sag, haben wir nicht? -
das irakische Volk zum Diktator gezwungen,
weil er für uns`re Interessen dienlich war?
 
Sag, haben wir nicht? -
das irakische Volk mit Hunger bestraft,
weil der Despot uns belog?

Sag, haben wir nicht? -
irakisches Land mit Bomben zerstört,
weil wir um uns`ren Nutzen fürchteten?

Sag, haben wir nicht? -
irakische Kinder ermordet,
weil die Bedrohung, die wir schufen, uns bedroht?

Sag, haben wir nicht? -
gegen den Terrorismus verloren,
weil wir selbst menschenverachtende Ignoranz sind?

             Anna Lougién


STOP-VDS.de: "Verdachtsfrei - Anlasslos - Nutzlos"


Video über die Gefahren und Maßlosigkeit der anlasslosen Massenüberwachung in Kurzform: (http://www.stop-vds.de/ (Flash Video, 5:58 min). Eine Kampagne von Chaos Computer Club (CCC),  FoeBuD und der AK Vorrat gegen die Pläne von Innenminister Hans-Peter Friedrich, die Vorratsdatenspeicherung wieder einzuführen.


Sicherheit geht vor Sammelwut - Vorratsdatenspeicherung gefährdet Menschenleben
http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/Sicherheit_geht_vor_sammelwut_heft.pdf (PDF-Datei, 48 S., 211 KB)

BMI: Polizeiliche Kriminalstatistik 2011
http://www.bka.de/nn_193232/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/
PolizeilicheKriminalstatistik/ImkKurzberichte/pks2011ImkKurzbericht,templateId=
raw,property=publicationFile.pdf/pks2011ImkKurzbericht.pdf
(PDF-Datei, 71 S., 4,81 MB)


Der Wahnsinn des Krieges

Zwischen den Fronten
die Kinderträume
zerschossen.

Wer wird euch singen
nach dem Wahn
eurer Väter
im Blut der Mutter
allein
mit erfrorenen Blicken.


Der Frieden
verstummt wie das Lachen
vor der Fratze des Krieges
vor den Augen der Welt
die in ihren Sesseln
den Wahnsinn
verkosten.


Thomas Schied


Denn Flucht ist  kein Verbrechen!

Der Einzelfall zählt

Mädchen aus Afghanistan:
"Sie schlugen meine Mutter und
Schwester mit Metallpeitschen,
so lange bis sie tot waren"

Frau aus dem Irak:
"Sie forderten meine Vergewaltigung.
Man überwältigte mich und brach mir
dabei die Nase und die Schulter."

Junge aus dem Kongo:
"Sie brachten mich in ein Camp. In diesem Ort waren Jungen
in meinem Alter. Sie wollten, dass wir die Leute aus Burundi töten."

PRO ASYL e.V.


Gesagt und Getan


Nur leere Worte,
verpackt in strömenden Reden
mit eindrucksvollen Gesten plausibel geschlagen
bis der Widerspruch in sich
unter schön gemalten Realitäten vergraben
von politischen Märchenerzählern
dieser und jener Zeiten.

Schlüssige Logik aus scharfen Lügen,
deren tödlicher Geschmack
hohle Vernunftbeteuerung verdeckt,
geschluckt, verdaut und erbrochen
von politischen Märchenerzählern
dieser und jener Seiten.

Durch Missbrauch verbrauchte Worte,
zerbissen vom Zynismus der Macht:
Wahrheit - Vertrauen und Frieden,
als wertlose Ware gehandelte Werte
von politischen Märchenerzählern
egal welchem Namen.

Ideologien aus verbogen Phrasen
in Stacheldraht eisern verwoben.
Verraten dahinter ratlose Kulturen
die stumm das Betrogensein tragen
von politischen Märchenerzählern
mit gelogener Ehrlichkeit im Gesicht.

             Anna Lougién

 

 

FREE TIBET Infos - Aktionen - Petitionen


Jetzt


Gerade
jetzt
stellen
Menschen
Waffen,
stellen
Menschen
Waffen,
stellen
Menschen
Waffen,
stellen
Menschen
Waffen,

statt
Brot
her.

In
dieser
Minute
handeln
Menschen
mit
Waffen,
handeln
Menschen
mit
Waffen,
handeln
Menschen
mit
Waffen.

In
dieser
Sekunde
sterben
Menschen
sterben
Menschen
sterben
Menschen
sterben
Menschen
sterben
Menschen

durch
Mangel
an
Brot.

Christiane Schütze


Keine Freiheit ohne Pressefreiheit:
www.reporter-ohne-grenzen.de

 


Absender Nebukadnezar


Ich habe es im Staub gesehen:
eine neuzeitliche Hieroglyphe > auf der Heckscheibe einer Taxe >
mit dem Finger> gekritzelt.

Ich habe es in Luxor gesehen:
Morgens um acht > im Frühdunst am Nil > auf einer Radtour weitraus aus der Stadt zum >
Karnaktempel.

Ich habe es in Ägypten gesehen:
Die Antwort auf Terror > und Auge um Auge Zahn um Zahn >
und fiebriges Kriegsgeschrei.

Dort stand es glänzend poliert in mattocker Wüstensand hingewischt:
1 2 3 peace > als Kreis mit dem Dreibein drin > die flotte Parole des Westens >
schon hier?!

Dahinter die aufrechte Hand und das magische Auge:
die schützende Hand der Fatima > das sehende Auge des Pharaos > mit hängender Träne >
daran.

Westöstlicher Diwan
gezeichnet im Sandstaub der Wunsch eines Kindes
in Luxor am Nil in Ägypten.

Das Wissen des Kindes:
Wenn der gemalte Wunsch
nicht in Erfüllung geht
wird die Luxortaxe
seines Onkels
keine Gäste
mehr
fahren.

             Irmingard Stelter

Afghanistan, Ägypten, Antigua, Barbuda, Äquatorialguinea, Äthopien, Bahamas, Bahrain, Bangladesch, Barbados, Belarus (Weißrussland), Belize, Botswana, Burundi, China, Dominica, Guatemala, Guinea, Guyana, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Jamaika, Japan, Jemen, Jordanien, Kamerun, Katar, Komoren, Demokratische Republik Kongo, Nordkorea, Kuba, Kuwait, Lesotho, Libanon, Libyen, Malaysia, Mongolei, Nigeria, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Sierra Leone, Simbabwe, Singapur, Somalia, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Sudan, Syrien, Taiwan, Thaland, Trinidad und Tobago, Tschad, Uganda, Vereinigte Arabische Emirate, USA, Vietnam und die Palästinensischen Autonomiegebiete

60 Staaten, die noch immer Todesurteile vollstrecken.
World Coalition against Death Penalty - Internationales Bündnis gegen die Todesstrafe

 

Krieg
Macht  - Kampf
gegen Frauen und Kinder
Demonstration
der Sinnlosigkeit
von Gewalt
die sich rechtfertigen will
als einziges Mittel,
den Terrorismus
zu besiegen
und
damit
zum Zerstörer wird
aller Hoffnungen,
Konflikte
mit Worten
friedlich lösen zu können.
Krieg
Waffen zu richten
gegen Unschuldige
ohne
auf die Stimmen
zu hören,
die immer lauter werden
und
NEIN sagen
zur Gewalt
als Mittel zur Auseinandersetzung.
Ignoranz
oder Schwäche,
Fehler zugeben zu können
und nicht
länger festzuhalten
an der Vorstellung,
Waffen
durch Gewalt
unschädlich machen zu können
ohne
das Leben vieler Menschen
im Namen der Gerechtigkeit
unnötig
zu zerstören.

             Sabine Kiefner

 

Worte

Worte

gegen

Waffen

Waffen

gegen

Worte

Waffen

ohne

Worte

Worte

ohne

Waffen!

Christiane Schütze

Appell von Nina und Pippa (10 und 8 Jahre)

Totschlag, Mord und Krieg führen nicht zum Sieg.
Das ist gar nicht fein, drum lasst es lieber sein.
Totschlag, Mord und Krieg führen nicht zum Sieg.
Lasst das Streiten und uns lieber Freunde sein.

             Nina und Pippa

 

Der Krieg verändert die Worte und die Liebe

Der Kinofilm „ANONYMA eine Frau in Berlin“ (Max Färberböck), basiert auf dem gleichnamigen Buchtitel, der 2003 im Eichborn Verlag erschienen ist. Es geht um eine junge Frau, Journalistin, gebildet, der russischen Sprache mächtig, die das Erlebte und Erlittene zwischen dem 20. April und dem 22. Juni 1945 in Berlin in ihrem Tagebuch aufzeichnet. Es ist für ihren Mann geschrieben, der es nach seiner Rückkehr aus dem Krieg lesen soll. Und um es vorwegzunehmen: Er liest es tatsächlich. Doch alles, was ihm dazu einfällt, sind abfällige Worte:

„Wie schamlos ihr seid!“

Schamlose Frauen?
In diesem Satz steckt die Essenz. Ein Krieg zeigt mit radikaler Deutlichkeit, wohin frauen- und lebensfeindliche Bewusstseinsprägungen wirklich führen. Denn die allgemeine gesellschaftliche Reaktion auf sexualisierte Gewalt gegen Frauen, auf Vergewaltigung, ist im Krieg nicht so sehr anders als im Frieden.
Es sind die Opfer, die sich schämen (sollen). Und so geschieht es auch. Im Krieg wie im Frieden. Doch Anonyma, die Frau in Berlin, reagiert anders und tut damit etwas Ungeheuerliches. Sie schreibt keine typische Leidensgeschichte, auch keine hasserfüllte Protestnote gegen vergewaltigende Männerhorden im Krieg. Einem Krieg, den die Frauen vermutlich niemals angezettelt oder geführt hätten...

Um jeden Preis?
Gehen wir an den Anfang. Es ist Ende April 1945. Die Rote Armee marschiert in Berlin ein. Im Keller eines nahezu zerstörten Hauses sitzen Menschen; die meisten sind Frauen. Sie haben die Bombennächte überlebt. Sie ahnen und fürchten, was sie erwartet.
Diese und Tausende anderer Frauen werden Opfer von Vergewaltigungen. Eine von ihnen ist Anonyma (gespielt von Nina Hoss), sie war Journalistin und Fotografin. Es folgen Tage des Schreckens und der widersprüchlichsten Erlebnisse und Lebenserfahrungen. Anonyma wird, wie die meisten Frauen, mehrfach vergewaltigt. Doch ihr Mut und ihr Wille, ihre Würde zu wahren und vor allem zu überleben, bringen sie zu einem verzweifelten Entschluss. Sie will sich einen „Wolf“ suchen, einen ranghohen russischen Offizier. Er soll sie vor den anderen schützen. Als „Gegenleistung“ wird sie mit ihm „freiwillig“ schlafen. Doch es entwickelt sich etwas, womit sie nie gerechnet hätte: der höfliche, gebildete Offizier Andrej, gespielt von Evgeny Sidikhin, berührt ihre Seele. Es entsteht eine ganz besondere Beziehung. Liebe?

Der Krieg verändert die Worte und die Liebe
„Der Krieg verändert die Worte. Liebe ist nicht mehr das, was es war“, sagt Anonyma zu Andrej. Und er fragt sie mehrfach, ob sie eine Faschistin sei? Sie schweigt dazu. Beharrlich!

Trotz aller Zuneigung fällt die Barriere zwischen ihnen nie. Schließlich sind sie Feinde… Dieses Spannungsfeld zerreißt einen auch als Zuschauerin.
Am Ende wird Anonyma – wie Tausende anderer Frauen – noch bitter erfahren müssen, dass der Krieg nicht nur die Worte, sondern auch die Liebe selbst verändert. Ja, den Frauen den „sozialen Tod“ bereitet...

Menschlichkeit im Krieg
Die um sich schießenden, vergewaltigenden Soldaten der Roten Armee entwickeln nach und nach, genau wie die Frauen, Strategien und daher andere Verhaltensweisen. In ihrem eigenen Land wurde der Bevölkerung Grausames durch die Nazi-Soldaten angetan. Über die Hälfte der 50 Millionen Toten des II. Weltkrieges waren Russ/innen. Die Frau des Beschützers von Anonyma wurde erhängt. Ein Russe erzählt, wie deutsche Soldaten russische Kinder bestialisch ermordeten, ihre Köpfe zerschmetterten. Im Raum nebenan spielen zwei deutsche Kinder im halb zerstörten Berliner Wohnhaus. Unbehelligt; auch wenn man an der Stelle der bewegenden Erzählung des Rotarmisten um sie fürchtet.

Die sowjetischen Soldaten verlangen mehr und mehr nach menschlicher Nähe. Deshalb nisten sie sich auch bei den Frauen und Kindern in diesem zerbombten Haus ein. Sie bringen täglich Nahrung. Sogar Zucker! Eines Tages zwei große, frisch geschlachtete Fische, die auf den geheiligten Mahagonitisch der Witwe geknallt werden. Die Witwe ist trotzdem entzückt. Wer bekommt in solchen Tagen schon frischen Fisch? ...
Am Ende feiern Sieger und Besiegte sogar das Ende des Krieges zusammen. Sie tanzen im Wohnzimmer der Witwe. Ausgelassen. Wie die Verrückten. Befreiung! Es ist vorbei!

Vorbei?
Ebenfalls aufgegriffen im Film: das Thema der ersten deutschen Heimkehrer. Es zeigt, dass es nicht „vorbei“ ist und geht. Ja, dass es jetzt erst losgeht; nämlich das weitere Leid. Für die Frauen! Die stolzen deutschen Herrenmenschen sind klein. Sehr klein. Sie verkraften das alles nicht, versinken in Selbstmitleid. Sie wollen nicht reden, kein Wasser schleppen, schon gar nicht feiern und vor allem keine „geschändeten“ oder „schamlosen“ Frauen. Im Film bringt sich einer um. Seine Frau und seine kleine Tochter bleiben zurück. Sollen sie doch weiter allein überleben!

Tatsächlich war es am Ende des II. Weltkrieges so, dass manche Männer ihren Frauen und Töchtern den Strick oder das Gift besorgten, damit sie, die Männer(!), von der „Schande“ befreit wurden. Den Sarkasmus des so genannten „Ehrenmordes“ gibt es also schon länger... Im Widerspruch dazu zeigten die deutschen Männer wenig Mut, um die Frauen vor den Vergewaltigungen zu retten. ‚Ihr haltet doch nur mal still, aber uns bringen sie nach Sibirien!’, lauten verbriefte Aussagen der Herrenmenschen (vgl. Sanders).
Und die Tatsache, dass die Kirchenväter damals das Abtreibungsrecht lockerten, wird auch gerne verschwiegen. Wer glaubt, dies geschah zum Wohle der Frauen, irrt. In Sanders legendärem Buch „BeFreier und Befreite“ wird der evangelische Probst Heinrich Grüber zitiert: „ (…) wir wollten es den deutschen Gefangenen nicht zumuten, daß sie nach der Entlassung unter ihren Kindern ein fremdes vorfanden.“ (S. 36/7) – und weiter: „Die Fälle, in denen Frauen trotz Vergewaltigung durch Angehörige der Sowjetarmee nicht zu einer Unterbrechung der Schwangerschaft bereit sind, müssen von dem Gesundheitsamt auf geeignete Weise überwacht werden, damit eine Erfassung rassisch unerwünschter Nachkommenschaft sichergestellt ist.“ (S.38)
Vor dem Hintergrund dieser Tatsachen sind die ersten Aussagen des Offiziers Andrej an die Adresse der Hilfe suchenden Anonyma: „Es dauert doch nur ein paar Minuten“ – und: „Meine Männer sind alle gesund!“ in ihrer Erbarmungslosigkeit beinah erträglicher, als der kalte und frauenfeindliche Zynismus, den die deutschen Männer und Behörden an den Tag legten.

Bis heute! Die Geschichte des Tagebuchs der „Anonyma“, erstmals 1954 in New York in englischer Übersetzung publiziert, zeigt es. Die deutsche Veröffentlichung der 50er Jahre hat die Deutschen damals zutiefst empört. Das Bild von „der deutschen Frau“ sollte und durfte nur der Opfergang sein. Strick oder Gift… Es war also nicht nur der „soziale Tod“ der Frauen vorprogrammiert. Der Krieg war und ist für die Frauen niemals vorbei!
Das Buch wurde erst in einer Neuauflage vor wenigen Jahren zum anerkannten Bestseller. Weit über ein halbes Jahrhundert nach den Ereignissen ...

ANONYMA - eine Frau in Berlin“ (Max Färberböck)
Monika Gerstendörfer 2008

"Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden,
um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben,
verdienen weder Freiheit noch Sicherheit." (Benjamin Franklin)

Rettet den

demokratischen Rechtsstaat
und die freiheitliche Grundordnung
vor dem Sicherheitswahn
unserer
Politiker

Gerhard Becker


Stummer Schrei

Zwischen Wachen und Träumen – verbrannte Erde.
Über der Welten Grab das Leichentuch gespannt.
Einsam stehen die Engel im schwarzen Regen,
die Flügel Würmer wimmelnd, blutverschmiert,
die Augen tot und leer.
Die Hände, aus denen eine schrecklich kalte Leere wächst,
dem Himmel entgegengestreckt.
Doch aus der erloschenen Sonne blickt der Himmel stumm.
Nur Geisterstimmen flüstern aus hoher Luft
und Grabesstimmen verströmen ihren süßlichen Duft.


Ilona Weinberger

Gegen den Krieg im Irak: Sitzblockaden-Eindrücke

Demo-Krieger

Beobachtete Beobachter