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Wozu soll das gut sein? Wenn man krank wird, legt man sich ins Bett oder geht zum Arzt, schluckt ein paar Tabletten und wartet, bis man wieder gesund ist. Manchmal hilft aber beides nicht, und man muss vielleicht operiert werden oder eine Chemotherapie erhalten. Manche Krankheiten entwickeln sich auch chronisch oder sogar lebensbedrohlich. Da könnte man schon anfangen zu dichten oder zu beten. Aber nur so? Ohne Grund?
Allerdings ist unser Körper auch unser bester Freund. Der einzige, der uns bis zum Tod nie verlassen wird. Er ist ein kompliziertes Wunderwerk der Evolution. Und er ist das Einzige, was uns letztlich wirklich gehört. Warum soll man ihm nicht Liebe und Aufmerksamkeit schenken? Nur so, ganz ohne Grund, bevor er krank wird. Und erst recht, wenn er schon krank geworden ist.
Was sind Gedichte oder Gebete denn anderes als Liebe und Aufmerksamkeit. Hinhören. Lauschen. Zuwendung. Sogar eine Blume reagiert auf persönliche Ansprache. Sie wächst besser, blüht schöner. Warum soll die Niere sich nicht freuen, wenn man sie endlich einmal lobt und ihr dankt. Sie wird mit einer besseren Durchblutung antworten. Das Herz wird vor lauter Freude ein paar extrasystolische Kapriolen schlagen. Der Magen hat keinen Grund mehr, sauer zu sein. Und der Nagel am großen Zeh wird vor Spaß ein dickes Loch in den Strumpf bohren.
Probieren Sie es doch einfach aus. Sie werden spüren, dass Sie Antwort erhalten. Mit der Zeit können Sie lernen, sich mit Ihrer Lunge, der Prostata, den Knochen oder Ihren Blutkörperchen zu unterhalten. Es gibt Menschen, die auf diese Weise einen Krebs geheilt haben. Ihr Körper sind Sie. Eine vollkommene Einheit zwischen Leib und Seele.
Damit Sie wissen, wen Sie da in sich ansprechen, wo das Organ, dem Sie Aufmerksamkeit und Liebe schenken, eigentlich sitzt und welche Arbeit es für Sie tut, finden Sie zu jedem Körperteil eine kleine Beschreibung. Nicht, um sich nun ohne Arzt selbst zu kurieren, sondern nur um Ihren treuesten Freund näher kennenzulernen.
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