Rubinrote Zeit - Beginn der Menstruation

"Erinnerst du dich ..." Frauen im Alter von
19 bis 90 erzählen, wie es war, als sie zum ersten Mal bluteten.

hrsg. von Julia Becket

1. Auflage, 70 S.,
Kart.; ISBN 978-3-938580-09-7/ € 14,90 (D)
ISBN 978-3-938580-40-0/ € 9,90
"reinlesen"
"... ich wünsche dir, dass du mit deiner beginnenden Blutung mehr und mehr dein Leben als etwas Fließendes und Kraftvolles verstehen lernst und stolz darauf bist damit beschenkt und eine Frau zu sein."

Ursprünglich zur Initiation ihrer eigenen Tochter gedacht, hat Julia Becket mehr als 30 Frauen erzählen lassen, wie es war, als sie zum ersten Mal bluteten. Daraus entstand eine Sammlung lebendiger Erinnerungen aus vier Frauengenerationen an die Zeit der ersten Regel. Sehr persönliche Bekenntnisse zum Frauwerden, die von dem sich wandelnden Selbstverständnis während der vergangenen acht Jahrzehnte erzählen und darüber, wie frau sich behalf, bevor der Tampon und der Begriff „Damenhygiene“ erfunden waren.

... Ich wusste nicht wirklich Bescheid, es war unausgesprochen, und das war für mich auch ziemlich schwierig … Ganz lang … habe ich ziemlich Schmerzen gehabt. Mir wurde es schlecht, und ich war einen Tag lang nicht ansprechbar, war halt irgendwie wie weggetreten

… Die Übelkeit und die Schmerzen, das war dann so, da hab ich dann drauf gehen können: also heute kommt sie noch - die Periode. Ich habe dann meistens eine Tablette genommen, wenn ich es kaum ausgehalten habe, dann eine Weile tief und fest geschlafen, und dann wars gut. Es war … besser, wenn es richtig rausgelaufen ist. Ich habe eine ziemlich starke Periode gehabt, und ich habe sie oft 6 bis 7 Tage lang gehabt. Die langen Tage mit der argen Blutung haben mich oft geschlaucht …

Es gab nichts, was ich an der Periode gemocht habe, für mich war es schon lästig. Als ich dann schwanger war, da war es dann nachher vorbei. Bei vielen ist es nicht so, aber ich habe es so empfunden, ich habe tatsächlich während der Periode dann keine Schmerzen mehr gehabt. Bei mir war es dann bloß immer unregelmäßig, mal waren es 30 Tage, dann 32, dann waren es wieder weniger ... Also ich hatte praktisch keine so richtige Kontrolle…
Wenn ich mit meinen Freundinnen darüber gesprochen habe, dann haben wir es »Periode« genannt oder »meine Tage« hat man auch oft gesagt. Und wenn man ganz schüchtern war, dann: »Mir ist's nicht gut«…

Von meinen Töchtern habe ich das auch ziemlich weggehalten. Die haben ja immer das Bravo-Heftchen gehabt. Da habe ich dann auch mitgeblättert und da ist das ja auch beschrieben gewesen. Und ich hab es dann auch gemerkt, wenn es losgegangen ist, weil beide Schmerzen hatten, grad, wenn sie ihre Tage gekriegt haben. Ich kann mich tatsächlich nicht mehr so erinnern, ob sie mich gefragt haben.
Frau R., 70 Jahre
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Die Herausgeberin und Mitautorin Julia Becket, Jahrgang 1965, absolvierte nach einem Grund-Studium in Theologie, Romanistik und Sozialwissenschaften eine Hebammenausbildung und war zunächst als freiberufliche und angestellte Hebamme im Ruhrgebiet tätig. Heute lebt und arbeit sie gemeinsam mit ihrer Tochter im schwäbischen Raum.

Beginn der Menstruation Ein Grund zum feiern! Eine Anleitung für Mütter und Töchter (PDF)