Das MYOM-KOCHBUCH
Für eine hormonfreie Ernährung

Gudrun Brachhold

3. Auflage, 2011, 168 S. m. Zeichnungen. v. Kathrin Feser
ISBN 978-3-938580-16-5/ € 19,90 (D)
ISBN 978-3-938580-30- 1/ € 12,90
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Hormone begünstigen das Wachstum von Myomen. Gudrun Brachhold, selbst Myombetroffene mit langem Leidensweg, die sich stets gegen eine Gebärmutterentfernung wehrt, stellte nach dieser Erkenntnis ihre Lebensgewohnheiten und ihre Ernährung um. Mit Erfolg! Die Myome bildeten sich zurück ohne operativen Eingriff. Durch diesen erfolgreichen Selbstversuch bestätigt, hat sie 120 raffiniert einfache Rezepte für eine schmackhafte hormonfreie Ernährung zusammengestellt.
Östrogene fördern das Wachstum
von Myomen

Brief an meinen letzten Frauenarzt
Liste vollwertiger Ersatz-Lebensmittel
Was Sie beim Einkauf beachten sollten
Kräuter-Tipp

Rezepte

Vollwertige Frühstücksvariationen
und
Brotaufstriche
Pesto & Soßen
Suppen
Left-over

Hauptgerichte
•Gemüse-Vielfalt
•Gemüse-Beilagen
•Für Kartoffel-Fans
•Reis-Kreationen
•Hauptsache Nudeln
•Tofu, Soja & Co.
•Fisch und mehr

Salate & Snacks
Kuchen & Desserts



Myome sind gutartige Geschwulste an der Gebärmutter. Medizinisch notwendig sind Behandlungen eigentlich nur bei Beschwerden oder sehr schnellem Wachstum. Ansonsten reicht eine regelmäßige ärztliche Beobachtung in ca. halbjährlichem Abstand.

Myome wachsen unter Östrogeneinfluss, sodass sie sich während der Wechseljahre häufig wieder zurückbilden oder ganz verschwinden, es sei denn, dass eine Hormonbehandlung begonnen wird. Die Erkenntnisse aus der Naturheilkunde zeigen, dass Myome auf Belastungen und Stress ebenfalls mit Wachstum reagieren, aber gut mit alternativen Heilmethoden therapierbar sind. Trotzdem wird immer noch vielen Frauen bei Myomen vorschnell zu einem operativen Eingriff oder der Entfernung der Gebärmutter geraten.

Doch nicht die Gebärmutter ist überflüssig, sondern nach offizieller Schätzung 80 Prozent dieser Operationen. Da Frauen die Konsequenzen und Folgen der Entscheidung am eigenen Körper austragen müssen, sind Information und Beratung besonders wichtig.

Dr. Rüdiger Dahlke kritisiert dazu in seinem Buch Krankheit als Sprache der Seele: … »Wer Frauen Angst macht, sie würden sich die Knochen brechen, wenn sie keine Östrogene schlucken, muss sich u. a. fragen lassen, wie denn Milliarden Frauen vor der Östrogen-Mode diese gefährlichen Zeiten ohne knöcherne Einbrüche überstanden haben, ja, wie es viele ältere Frauen noch heute schaffen. Dieses Argument wird an Frechheit nur noch überboten von jenem anderen, in der wechselvollen Zeit kaum weniger beliebten: Wenn Sie sich die Gebärmutter nicht herausnehmen lassen, könnte sie böse entarten‘. Mit der gleichen Logik könnte man zur Amputation der Arme raten. Immerhin könnten sie ja Hautkrebs bekommen und entarten. Solche Panikmache hat nicht nur zu einer beispiellosen Steigerungsrate bei Gebärmutteroperationen geführt, sondern auch eine bedenkliche Verunsicherung verbreitet. Natürlich gibt es nach wie vor Situationen, in denen eine Gebärmutter herausgenommen werden sollte. Wie soll aber die Frau wissen, ob ihr Gynäkologe am Kreuzzug gegen die Gebärmutter teilnimmt oder fundierte medizinische Gründe hat? …«

Seit mehr als 20 Jahren habe ich Myome, und die meisten von mir konsultierten Frauenärzte und -ärztinnen rieten ebenfalls immer wieder, wegen der Häufigkeit der Myome die Gebärmutter entfernen zu lassen. Der unverschämteste Kommentar, den ich während meiner Odyssee von einem Arzt zu hören bekam, war: »Was haben Sie denn da für einen Kartoffelsack hängen. Da müssen Sie sich aber was überlegen!« Im Klartext: »Lassen Sie sich die Gebärmutter entfernen!«

Ich stand jedoch nie hinter dieser Operation, da ich zum einen meine »Mitte« nicht verlieren wollte, zum anderen des öfteren den Verdacht hatte, dass bei einigen behandelnden Ärzten und Ärztinnen nicht nur die Geringschätzung weiblicher Organe hier eine Rolle spielte, sondern auch finanzielle Interessen. Denn eine Hysterektomie ist allemal lukrativer als die Fallpauschale für eine Entbindung.

Erfahrungsgemäß macht Not erfinderisch. Es war eine Minute vor zwölf. Der Operationstermin stand fest, und mir ging es ziemlich schlecht. Ich war innerlich immer noch gegen diese OP, obwohl (fast) alle auf mich einredeten wie die Propheten.Verzweifelt, weil ich meine Gebärmutter »nicht hergeben« wollte, vertraute ich als gläubiger Mensch auf Gott, dass er mir helfen würde. Die Antwort kam einige Tage vor der geplanten OP in Form eines Flyers des Feministischen Frauengesundheitszentrums (es gibt keine Zufälle!).

Bei diesem Vortrag und den nachfolgenden persönlichen Beratungsgesprächen im FFGZ erfuhr ich, dass die Gebärmutter nicht nur zum »Gebären« da ist, sondern noch andere Funktionen hat.Die Gebärmutter ist ein zentrales Organ. Sie ist das weibliche Organ schlechthin, das auch für Kreativität steht. Sie reguliert die Feuchtigkeit in der Vagina, versorgt die Eierstöcke mit Blut, und ist am Orgasmus (kontrahiert) beteiligt, dessen Erleben sich nach einer Entfernung verändern kann. Die Frage danach hatte ich vor Jahren einer Frauenärztin gestellt, die darauf keine Antwort zu geben vermochte.

»Myome sind Notlösungen des Körpergeschehens!« Lebensführung und emotionale Belastungen aller Lebensbereiche können sie auslösen. Ich lernte, dass Beckenbodengymnastik die weiblichen Organe stärkt, Bauchtanz den ganzkörperlichen Energiefluss anregt; Akupunktur und Fußreflexzonenmassage dafür geeignet sind, positiv Einfluss auf Myome zu nehmen, und bei der Osteopathie Blockaden im Körper gelöst werden.

Und: Östrogene fördern das Wachstum der Myome.
Hätte ich das früher gewusst, hätte ich meine Lebensweise und Ernährung schon vor Jahren geändert. Aber keine/keiner der Frauenärztinnen und –ärzte hat mich jemals auch nur andeutungsweise darauf aufmerksam gemacht.

Mir blieb wenig Zeit zum Nachdenken. Am übernächsten Tag sollte ich operiert werden! Ich fragte mich, wie meine Myome entstanden sein könnten. Und in mir wusste ich sofort die Antwort: »unerfüllter Kinderwunsch, Partnerschaftsprobleme, Liebesentzug, und, und, und …«. Diese gelebten Informationen sind im Körper gespeichert, auch wenn in einer späteren Partnerschaft andere positive Erfahrungen erlebt werden. Niemals zuvor waren mir die eigenen persönlichen Umstände und Bedingungen so bewusst wie am Abend nach diesem Vortrag.

Es lohnt sich, über die »blockierte Energie« im Beckenbereich nachzudenken! Sich die Wut, die frau hat, einzugestehen, sich ihrer bewusst zu werden und letztendlich zu versuchen, sie loszulassen. Der erste Schritt ist Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Das ist nicht einfach, aber einen Versuch ist es wert.

Rezepte
Helle Soße – cholesterin- und hormonfrei
(für 2 Portionen)

ca. 2 EL Weizen-, Roggen-Vollkornmehl oder Maismehl
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Olivenöl
1 Schuss Weißwein oder Sherry
Gemüse-Fond - ohne gehärtete Fette
1 Sojacreme oder Sojamilch
Gewürze nach Belieben, wie Dill (zu Fisch), Basilikum, Rosmarin, Oregano und/oder Petersilie

Kathrin Feser: Fesers Welt der Zeichen
Zwiebel und Knoblauch in einer Pfanne mit heißem Olivenöl dünsten. Wenn die Zwiebel und der Knoblauch glasig sind, das Mehl hinzufügen und kurz anrösten. Dann mit Wein oder Sherry und/oder Wasser löschen, Gemüse-Fond dazugeben und mit dem Schneebesen glatt rühren. Ein paar Minuten kochen lassen, dann Sojacreme oder Sojamilch sowie die Kräuter nach Belieben einrühren.

Anstatt eine der Mehlsorten: Mit zu grobem Mehl gemahlenen Kürbiskernen lässt sich nach gleichem Rezept eine sehr pikante Soße zaubern.
Oder wenn es süßer sein soll: Mit Apfel-Zimt-Küchle (aus dem Reformhaus) zubereiten.

Tipp: Die Soße kann auch ganz ohne Mehl zubereitet werden, da die Sojacreme bereits für eine ausreichend dicke Konsistenz sorgt."reinlesen"