Die Historikerin Prof. Barbara Duden vermerkt in ihrem kritischen Rückblick auf dreißig Jahre Frauengesundheitsbewegung:
"Damals ging es den Frauen um ihr Fleisch in seinem Fluss und Rhythmus im Hier und Jetzt, und entzückte Neugier und Liebe zu sich waren die praxisleitende Empfindung".
Heute sind Frauen von der abstrakten Angst geleitet, "dass immer etwas nicht in Ordnung sein könnte, obwohl der Mediziner noch nichts entdecken konnte."
Barbara Duden: Mein Körper. Mein Selbst/CLIO Nr. 70
Das Geschäft mit dem Brustkrebs: Frauengesundheitsorganisationen fordern Stopp des Missbrauchs
Frauenorganisationen, wie AKF, Breast Cancer Action Germany, das FFGZ Berlin, Netzwerk Frauengesundheit Berlin, Treffpunkt Krebs Selbsthilfe für jüngere Frauen, Terre des Femmes Deutschland und Women in Europe for a Common Future e.V., treten jetzt entschieden der fortschrei-tenden Kommerzialisierung und ökonomische Ausbeutung des Themas Brustkrebs entgegen. mehr ...
Gebärmutterentfernung erhöht Risiko von Herz- Kreislaufer-krankungen
Die Gebärmutter ist mehr als ein Reproduktionsorgan. Dennoch werden in Deutschland fast 90 Prozent der Gebärmutterent-fernungen aufgrund gutartiger Erkrankungen vorgenommen, und vor allem bei Myom-Befunden oder starken Monatsblutungen wird oft vorschnell zur Organentfernung geraten. 125.233 durchgeführte Hysterektomien bei gutartigen Erkrankungen in 2008. Davon alleine 101.000 aufgrund von Myomen oder Blutungsstörungen. mehr...
Alarmierend: Wechseljahreshormone fördern Brustkrebs, Eierstockkrebs und Bluthochdruck"
19,4 Prozent der invasiven Brustkrebserkrankungen lassen sich auf die Einnahme von Hormontherapien gegen Wechseljahresbeschwerden zurückführen, wie in der von der Deutschen Krebshilfe geförderten MARIE-Studie feststellt wurde. Das bedeutet, dass in Deutschland jährlich ca. 10.000 Frauen nur aufgrund der Hormoneinnahme an Brustkrebs erkranken. Eine ausgewertete Nachbeobachtung der WHI ergab darüber hinaus, dass die Einnahme einer Östrogen-Gestagen-Kombination nicht nur das Brustkrebsrisiko an sich erhöht, sondern auch das Forschreiten der Krebserkrankung forciert mehr
Der foodwatch-Report "Kinder kaufen – Wie die Lebensmittelindustrie Kinder zur falschen Ernährung verführt, Eltern täuscht und die Verantwortung abschiebt" hat in einem umfangreichen Marktcheck mehr als 1.500 Kinder-Lebensmittel untersucht - mit einem ebenso deutlichen wie besorgniserregendem Ergebnis: mehr ...
Wunschkaiserschnitt: Das Beste für Mutter und Kind?
In dem lesenswerten Beitrag hinterfragt Professor Ingrid Gerhard kritisch die unterschiedlichen medizinischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen, die zu dem enormen Anstieg des Kaiserschnitts geführt haben, und beantwortet wichtige Fragen rund um dieses Thema für werdende Mütter und Väter. zum Beitrag
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Endometriose bei Teenagern – Erfahrungen aus der Selbsthilfearbeit
"Zu den Mythen, die sich nach wie vor hartnäckig im medizinischen System aufrecht halten, gehört die Aussage, Endometriose trete erst bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr auf. Diese Behauptung führt unter anderem zu der falschen Annahme, dass Endometriose bei Teenagern nicht in Erscheinung tritt, was leider nicht der Fall ist, wie sich in unserer 10-jährigen Beratungsarbeit zeigt" berichtet die Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. und verweist auf die viele Anfragen von Müttern, deren Töchter erste Symptome oder eine Endometriose-Diagnose haben. Aber auch Endometriose-Erkrankte berichten, dass sie bereits seit ihrer frühesten Jugend starke Menstruationsschmerzen hatten. Diesen Beschwerden wird bis heute kaum Krankheitswert zugebilligt und den jungen Mädchen von ihrer Umgebung suggeriert, dass diese Schmerzen normal seien
Betroffene berichten.
Sprechstunde für Kinder krebskranker Eltern
"Viele Eltern möchten ihren Kindern eine Krebserkrankung in der Familie am liebsten verschweigen. Kinder spüren es aber sehr genau, wenn die Eltern Sorgen haben, über die sie nicht reden wollen. Etwas Bedrohliches, das im Dunkeln bleibt, über das man nichts erfährt und mit dem man allein bleibt, ist schwerer zu ertragen als fast jede Realität. Dazu kommt die Kränkung, von einem für die Familie so wichtigen Thema ausgeschlossen zu sein und vielleicht sogar belogen zu werden.
Jede Familie muss ihren eigenen Weg finden, mit einer Krebserkrankung umzugehen. Wir wissen aber, dass es Kindern besser geht, wenn sie in verständlicher, kindgerechter Form über die Erkrankung informiert werden. Es ist nicht nötig, ihnen jedes Detail zu erklären, aber sie sollten Fragen stellen können und aufrichtige, klare Antworten bekommen. Hilfreich ist es, wenn Gefühle gezeigt werden dürfen, sowohl von den Eltern als auch von den Kindern. ." (Prof. Hermann Faller) mehr ...
In der Körper-Stadt
Der menschliche Körper ist wie eine Stadt, eine lebendige pulsierende Großstadt mit Milliarden von Häusern. Die Häuser entsprechen den einzelnen Zellen. Zusammen ergeben sie das Bild der Körper-Stadt. In dieser Körper-Stadt ist alles vorhanden, was für ein gutes Leben notwendig ist. Ein Krankenhaus mit Rettungssanitätern, Alarmanlagen, ein Pizza-Service, ein Klärwerk, breite Prachtstraßen und verwinkelte Gässchen, Frischluftoasen, ein Sex-Shop und ein Bürgermeister. Der Bürgermeister ist natürlich das Gehirn. Und wie das Rathaus einer Großstadt mit seiner Vielzahl an Räumen besteht auch unser Gehirn aus vielen Zellen. Sie erfüllen gemeinsam die Funktion des Bürgermeisters. Dabei nehmen sie ihre Aufgabe ausgesprochen ernst und lassen sich niemals von ihrer Arbeit ablenken. Keine Gehirnzelle beschließt, plötzlich Nierenzelle zu werden oder sich in der Gestalt eines Blutkörperchens als Rettungssanitäter zu betätigen. Vom Kopf bis zu den Zehen herrscht wohldurchdachte Ordnung. . mehr ...
"Vor Risiken und Nebenwirkungen bei Betreten der Praxis wird gewarnt"
Über die unseriösen Methoden mancher Gynäkologen
In unserem Gesundheitssystem wird der Gang zum Frauenarzt zunehmend zu einer Art unkalkulierbarem Risiko, bei dem Frauen sich immer häufiger die Frage stellen müssen: Wie finde ich eine/n Gynäkologen/-in, der oder die mich nicht aus rein wirtschaftlichen Interessen "krank" diagnostiziert.
Die Gynäkologie ist primär ein chirurgisches Fach. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, wenn die operativen Therapien medizinisch notwendig sind. Aber manche Frauenarztpraxen schrecken nicht davor zurück, den Bedarf künstlich zu erzeugen, um damit die Auslastung der eigenen Belegbetten zu verbessern, oder die Anzahl lukrativer ambulanter Behandlungen zu erhöhen. mehr...






